Alles hat ein Ende – nur die Wurst hat zwei. Das arme Brot wird dabei immer vergessen – obwohl die Knäppchen viel interessanter sind als die Wurst-Zipfel. Der Wurst-Zipfel ist der Wurst-Zipfel. Für den Knust gibt es dagegen Dutzende von Namen. Wer Peter Hoegs "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" gelesen hat, kennt den Mythos: Der Eskimo soll zwanzig Ausdrücke für Schnee kennen. Wer Bastian Sicks („Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“) aktuelle Spiegel-online-Kolumne „Zwiebelfisch“ gelesen hat, der kennt über 50 Begriffe für das Ende vom Brot.
So heißt der Brotrest in Schleswig Holstein Knust, in Niedersachsen Kanten oder Knuz, in Bayern Rampferl, Scherzl oder Gnaerzla, während die Schweizer vom Gupf, Mürgel, Zipfeli oder Chäppi reden.
Die vollständige Liste findet sich hier – und Bastian Sick bittet ganz herzlich um Ergänzungen. Falls sie also noch einen verbürgten Alternativ-Begriff für den Kanten kennen, dann schnell an zwiebelfisch@spiegel.de mailen – mal schaun, wie lang die Liste dann noch wird.