Mit schönem Gruß an Eva Herman !
Wenn Frauen Kinder haben und trotzdem dauerhaft berufstätig sind, wirkt sich dies eindeutig positiv auf ihren GesundheitszuÂstand aus. Das berichtet die aktuelle Ausgabe von „ernährung im fokus“, Besonders gut ist die BerufstätigÂkeit offenbar für die schlanke Linie: Frauen, die seit der Geburt ihres Kindes zu Hause geblieben sind, sind sehr viel häufiger überÂgewichtig als Frauen, die arbeiten gehen.
Selbst wenn Mütter nicht durchgehend beÂrufstätig sind, sondern ihre ErwerbsbiograÂfien von Erziehungsurlauben unterbrochen werden, ist dies vom Gesundheitsaspekt her immer noch besser als ein ständiges "Nur ÂHausfrauen "- Dasein. Zu diesem Schluss kommt eine groß angelegte britische LangÂzeitstudie. Wissenschaftler des University College LonÂdon werteten die Daten zum GesundheitsÂzustand von über 2 500 Britinnen aus, die 1946 geboren wurden. Die Untersuchung dieses Jahrgangs wurde 1972 im Rahmen einer nationalen Gesundheitsstudie begonÂnen, als die Probandinnen 26 Jahre alt waren. Alle zehn Jahre wurden die Daten erneut erhoben, um zu sehen, was sich verÂändert hatte. Â
Verheiratete Frauen mit Kindern, die ihr ganzes aktives Leben als Hausfrauen zugeÂbracht haben, hatten im Alter von 54 Jahren den schlechtesten Gesundheitszustand und waren zu 38 Prozent übergewichtig. Frauen, die verheiratet oder anderweitig gebunden waren, Kinder hatten und - von MutterÂschaftsurlaub abgesehen - ständig berufÂstätig waren, wiesen im Alter von 54 Jahren nur zu 23 Prozent Übergewicht auf. Frauen in anderen Lebenssituationen - AlleinerzieÂhende oder Kinderlose - standen gesundÂheitlich etwas besser da als die "Nur- HausÂfrau" und Mutter.
Wohl bekomms meint: Dies scheint eine der vielen wissenschaftlichen Studien zu sein, die Frau Herman geflissentlich übersieht, weil sie ihrer Meinung nicht entsprechen. Ob Sie nun demnächst als Matrone daherkommt? Ganz entgegen ihren Empfehlungen scheint sie gegenwärtig im Talk-Show-Dauerstress zu sein. Dabei bleibt man natürlich auch schlank. Wer betreut übrigens den Sohn, während sie von Veranstaltung zu Veranstaltung jetet? Das scheint nicht ganz konform mit ihren Thesen.
Übrigens vermuten die Wissenschaftler, dass die GeÂsundheit höchstwahrscheinlich eher das Resultat einer bestimmten sozialen RollenÂkonstellation ist als ihre Ursache.Auf gut deutsch heißt das: Der Job macht die Frauen zufrieden - und das schafft Motivation für den Erhalt der schlanken Linie. Die Beschränkung auf die häusliche Existenz scheint nicht auszufüllen - die entstehenden Defizite werden offensichtlich mit Kalorien auffgefüllt. Wohl bekomms!
* herausgegeben vom aid infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirschaft e.V. in Bonn
Quelle: McMunn A, Bartley M, Hardy R, Kuh D: Life course social roles and women's health in mid-life: causation or selection? in J. Epidemiol Community Health 60, 484-489 (2006)