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Mittwoch, 31. Januar 2007
Vitaminpillen schützen nicht vor Krebs
Forschungsergebnisse, die das Vertrauen in die Wirkung von Vitaminpräparaten erschüttern, gab es in den letzten Jahren mehr als genug. Hier als Beispiel das Ergebnis einer brandaktuellen Studie, die dieser Tage durch die Presse ging. Sie möge hier stellvertretend für zahllose andere Studien der letzten Jahre stehen, die vom Ergebnis her in die gleiche Richtung gehen. Tenor dieser Studien: Die meisten Präparate sind teuer und wirkungslos bzw. wirkungsschwach, einige davon sind in entsprechend hoher Dosis sogar gefährlich – dies nur als Randbemerkung zu Herrn Müller-Nothmanns Empfehlung, immer noch mehr Vitamine einzuschmeißen. Im aktuellen Beispiel – gefunden in der WELT vom 24.Januar - geht es um den Zusammenhang von Vitaminpräparaten und Magenkrebs.
„Wer viel Obst und Gemüse isst, hat ein geringeres Risiko, an Magenkrebs zu erkranken. Ob dieser Effekt auf einer erhöhten Zufuhr von Antioxidantien beruht, haben französische Forscher jetzt untersucht. In einer Placebo-kontrollierten Doppelblindstudie überprüften sie, ob die tägliche Einnahme von Beta-Carotin sowie Vitamin A und C die Entwicklung von Magenkrebsvorstufen beeinflusst. Im Untersuchungszeitraum von drei Jahren war eine vorbeugende Wirkung der Antioxidantien nicht nachweisbar, berichten die Wissenschaftler im "Journal of the National Cancer Institute".
"Eine Nahrungsergänzung mit Antioxidantien ist kein effektives Hilfsmittel, um das Magenkrebsrisiko von Menschen mit hoher Krankheitsanfälligkeit zu senken", schreiben die Forscher um Martyn Plummer von der International Agency for Research on Cancer in Lyon. Die Studie erfasste 1980 Menschen aus Venezuela. Die Bevölkerung dieses Landes hat ein vergleichsweise hohes Magenkrebsrisiko. Drei Jahre lang erhielten die Probanden täglich entweder eine Kombination aus 750 Milligramm Vitamin C, 600 Milligramm Vitamin E und 18 Milligramm Beta-Carotin oder ein Placebo. Mithilfe von mehreren Biopsien aus der Magenschleimhaut beurteilten die Forscher die Entwicklung von krankheitsverdächtigem Gewebe. Dabei ergab sich kein statistisch relevanter Unterschied zwischen der Antioxidantien- und der Placebo-Gruppe. "Gesunde Ernährung und Bewegung – neue Wundermittel gegen Brustkrebs?
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