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Sonntag, 25. Februar 2007
Fasten Spezial (2): Fasten im Alltag – wie kann das funktionieren?
Da Fasten mehr als Hungern ist, gönnt man sich nach Möglichkeit für eine fünf- bis siebentägige Kurzfastenkur eine Auszeit. Denn parallel zur inneren Entschlackung sollte Fasten immer auch mit Abschalten, Entspannen und innerer Rückbesinnung verbunden sein. Wer zum ersten Mal fastet, tut dies also in jedem Fall am besten außerhalb des Alltagstrotts - allein schon um die individuellen Reaktionen von Körper und Seele kennen zu lernen. Denn die sind schließlich - wenn auch in Nuancen - bei jedem verschieden.
 Empfehlenswert für Anfänger sind Fastenseminare in kleinen Gruppen mit erfahrenen Kursleitern. So wird man mit dem „System“ des Fastens am besten und schnellsten vertraut. Wer dabei bleibt, dem stehen später viele Wege offen: Fasten kann man allein, mit dem Partner, in Gruppen, ohne Anleitung, mit Anleitung, im Urlaub, zu hause oder sonst wo. Wichtig ist immer nur, sich eine Situation zu suchen, in der man sich wohl fühlt und Zeitnischen hat, um seine Ruhe zu finden. Denn Fastende haben fast immer ein vermehrtes Bedürfnis, sich zurückzuziehen. Der ideale „Fastenrhytmus“ dürfte bei ein bis zwei Fastenwochen pro Jahr liegen. Jeder sollte letztlich selbst für sich herausfinden, wann, wie oft und wo er fastet.

Das Fastenseminar auf Sardinien oder die Fastenkur am Gardasee bleibt jedoch meist aus zeitlichen und /oder beruflichen Gründen im Reich der frommen Wünsche – ganz abgesehen davon, dass solche Exkursionen auch nicht billig sind. Stellt sich die Frage: Kann ich das Fasten in meinen häuslichen Alltag integrieren? Die Antwort lautet: Mit einer gewissen Voraussicht und Planung ist das kein Problem.Zum Fasten  braucht es also keine Reise zu fernen Gestaden: Inzwischen werden Fastenkurse von vielen Volkshochschulen, naturheilkundlichen Praxen und ausgebildeten privaten Fastentrainer/innen angeboten. Gefastet wird dann zu hause – den Rückhalt gibt das regelmäßige Treffen im Fastenkurs. Â
Erfahrene Faster wissen, dass sich eine Kurzfastenkur immer dann relativ problemlos in den Alltag integrieren lässt, wenn Job oder Haushalt gewisse Rückzugsmöglichkeiten lassen: z.B. dann, wenn im Büro eine stressarme Woche ansteht oder die Kinder in den Ferien sind. Grundsätzlich ist Fasten im vollen Stress des täglichen Lebens weniger empfehlenswert. Hat man den „kleinen Fastenausstieg“ aus dem Alltag im Blick und in der Planung, stellt sich die Frage nach der Fastenform. Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen dem ärztlich kontrollierten Heilfasten und dem Kurzfasten. Heilfasten kann mehrere Wochen dauern und dient zur Therapie konkreter Leiden. Das Kurzfasten bzw. die Fastenwoche dient der persönlichen Entschlackung und Regenerierung.Â
 Wenn also die Zeit zum völligen Ausstieg während des Fastens fehlt und im Alltag zu hause gefastet wird, sollte man bedenken: Alles braucht ein bisschen mehr Zeit. Der Kreislauf kann labiler sein. Schnellstarts und Spurts in jeder Hinsicht wirken belastend. Fastende sind in der Regel psychisch empfindlicher und sensibler. Beim Autofahren kann die Reaktionsfähigkeit herabgesetzt sein.
Wer zuhause fastet, sollte deshalb an folgende Punkte denken:
- Beginnen Sie an einem Wochenende und nehmen Sie sich zum Fastenanfang eine echte Auszeit. Die ersten zwei bis drei Tage im Fasten sind die schwierigsten. Danach verschwinden normalerweise anfängliche Hungergefühle und der Körper schaltet auf den so genannten „Hungerstoffwechsel“ um: Der Organismus greift seine Energiereserven an und beginnt, Fettdepots und - in weit geringerem Ausmaß - Muskeleiweiß zu mobilisieren, um die Versorgung mit Energie zu sichern.Â
- Planen Sie für die Fastenwoche täglich wenigstens zwei bis drei Stunden für den persönlichen Rückzug ein. Halten Sie sich die Zeit von außergewöhnlichen Belastungen und verschiebbaren Terminen frei.



Der größte Erfolg eines Alchimisten war die Herstellung von Porzellan; die Idee, Blei zu Gold zu verwandeln, dürfte heute niemand mehr ernsthaft verfolgen. “Fasten” ist trotzdem neben “FDH” das erste und radikalste, was un...
Aufgenommen: Mai 28, 12:38