Donnerstag, 15. März 2007
Koma-Saufen: Kontrollverlust bei allen Beteiligten?
Kommentare
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Das Argument mit den Schweden und ihren Alkoholexzessen kann ich nur bestätigen. Was ich mit 15 ausprobiert habe, machen viele Schweden noch im Studentenalter: Also freitags Pläne schmieden, wer wo welche Getränke besorgt und dann natürlich so einkaufen, dass man für wenig Geld möglichst schnell was merkt, sprich Hochprozentiges. Und sich dann natürlich ein bisschen schuldig fühlen, aber ein bisschen aufregend ist es ja auch ...
Dabei dürfen die Schweden mit 18 Jahren in der Kneipe und ab 20 Jahren auch im staatlichen Schnapsgeschäft, Alkohol kaufen. Dass sie insgesamt weniger trinken, liegt wohl daran, dass es nicht üblich ist, unter der Woche einfach mal so ein Glas Wein zu trinken. Für Studenten wäre das nämlich viel zu teuer.
Dabei dürfen die Schweden mit 18 Jahren in der Kneipe und ab 20 Jahren auch im staatlichen Schnapsgeschäft, Alkohol kaufen. Dass sie insgesamt weniger trinken, liegt wohl daran, dass es nicht üblich ist, unter der Woche einfach mal so ein Glas Wein zu trinken. Für Studenten wäre das nämlich viel zu teuer.
Die verbotenen Früchte schmecken immer am Besten. Das wissen auch die Politiker. Jugendliche, die dabei erwischt werden wie sie eine Flasche Bier leeren (nach dem Fußballspielen immer gerne genommen), werden kriminalisiert (Fingerabdrücke? Irgendwann ist die Datei vollständig!). Die Zahlen für Alkoholkonsum in Schweden und Norwegen stimmen in gar keinem Fall. Das Schwarzbrennen ist dort Nationalsport. Die trinken mehr als wir (viele haben sich schon blind gesoffen). Wer im Elternhaus mit Alkohol verantwortlich umgeht, muss sich sicherlich weniger Sorgen um den Nachwuchs machen als sogenannte Alkoholiker-Haushalte. Wichtig finde ich, den Kindern (ab einem gewissen Alter!) den Genuss zu vermitteln, d. h. die Qualität, nicht die Quantität. Eine schlimme Erfahrung mit Alkoholkonsum macht fast jeder Jugendliche einmal. Die intelligenten lernen etwas daraus. Doch Alkohol nach IQ zu verkaufen ist sicherlich auch keine Lösung. Insgesamt also ein Thema, bei dem man ganz schnell in ungewünschte Extreme verfallen könnte. Andere Menschen auf ihr Fehlverhalten aufmerksam machen (egal in welcher Art und Weise) halte ich für problematisch. Ich habe ähnliches versucht und bin unfreundlich und bestimmt darauf hingewiesen worden, mich um meinen eigenen Mist zu kümmern. Erstzen Sie Mist bitte mit dem Ihnen bekannten vulgäreren Begriff.
Hallo Mike - ich kenne das gut. Geben Sie mal einem Erwachsenen einen noch so guten Erziehungstipp. Für das, was da zurückkommt, muss man schon hart im Nehmen sein. Während der Joggingrunden um unseren See sehe ich ab und zu qualmende Kinder/Jugendliche. Dann treibts mich schon mal dazu, die anzusprechen und sie (freundlich) zu fragen, ob sie wissen, was sie sich da antun. Vom betroffenen Blick nach unten bis zum Stinkefinger und heftigen Beschimpfungen habe ich da auch schon die ganze Bandbreite erlebt. Auch ich bin mir da nicht sicher - aber oft denke ich, wir müssen uns häufiger trauen. Das geht noch in ganz andere Bereiche hinein. Wie oft fragt man sich, wenn Kinder verwahrlosen oder Schlimnmeres passiert, ob die liebe Umgebung nie etwas gesehen hat. Ganz klar allerdings: sehr heikles Thema!
Ein spannendes Thema. Du sprichst die Eltern als "Erstverantwortliche" an. Da bin ich dabei. Vorbildfunktion ist angesagt. Gar nicht so einfach manchmal. Elternsommerfest im Kindergarten (eine lauschige Abendveranstaltung im Garten, nur Erwachsene): Da trinkt man natürlich gerne mal ein Weinchen. Wenig später Sommerfest Oberstufe in der angegliederten Schule, Lehrer fordern: Keinen Alkohol. Das kann man keinem Jugendlichen vermitteln und es zeigt wie schwer Vorbild sein ist. Natürlich geht es beim Schülerfest nicht um Comasaufen aber da ist letztlich nur ein gradueller Unterschied.
Hallo Kai, mein Sohn wird demnächst 15, wirkt zwei Jahre älter und ist entsprechend jetzt schon nur mit 15- und 16-jährigen unterwegs. Wir haben viel über das Tehma geredet. Ich weiß, dass er ab und zu ein Bier trinkt. Wir haben eine klare Absprache und ich vertaue ihm, dass er sich daran hält. Natürlich habe ich manchmal Bammel, dass die Jungs in der Clique Blödsinn machen. Wir reden viel und ich verzichte darauf, zu predigen. Bisher funktioniert das. Ich glaube einfach daran, dass es auch weiter funktionieren wird. Auch wenn sie's nicht zugeben: Die brauchen uns eben auch in diesem Alter noch. Und trotz aller Widerstände sind sie dankbar für die Zeit, die wir ihnen geben. Ich gebe ihm viel Zeit. Und er honoriert es, indem er sich viele Dinge zu Herzen nimmt - wenn auch oft mit Verzögerung. Weil ich mir da sicher bin, kann ich ihm vertrauen - und wenn er mal "über die Stränge" schlagen würde, wäre dieses Vertrauen trotzdem nicht erschüttert. Ich bin und war kein Heiliger und weiß selbst, wie schnell das geht - oder siehst Du das anders?
100pro dabei. Du bist 5 Jahre weiter als ich. Früher sind wir immer am Wochenende auf der Elbe gesegelt. Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18, immer in einem anderen Hafen und natürlich sind wir nicht dorthin gesegelt wo unsere Eltern mit ihrem Schiff hin sind. Auch dort war Vertrauen die Basis. Anders wird man auch bekloppt als Eltern.




Der Vorstoß der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Sabine Bätzing, wirkt bizarr, ist aber wohl durchaus angebracht. In Anbetracht der Tatsache, dass immer mehr Jugendliche dem Komatrinken frönen, fordert die SPD-Politikerin jetzt bereits im Grundsc
Aufgenommen: Jul 16, 14:30