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Dienstag, 11. September 2007
Migräne (II): Heilfasten gegen Migräne
Patienten profitieren von einer Fastentherapie
Unter Fastenanhängern gilt das Fasten seit jeher als Erfolg versprechende Therapie gegen Migräne und verschiedene Arten des Kopfschmerzes. So findet sich auf der Ärztegesellschaft Heilfasten & Ernährung e.V. ein Bericht über eine Tagung im vergangenen Jahr, in deren Rahmen Dr. Ulrich Schauer von der Königsteiner Kopfschmerz- und Migräneklinik und Dr. Norbert Lischka, Chefarzt der Malteser Klinik Dr.von Weckbecker in Bad Brückenau über viele Jahre positiver Erfahrungen mit stationärem Fasten bei Migräne und Kopfschmerzbeschwerden berichteten. Dabei wird eine Studie erwähnt, in deren Rahmen 243 Migränepatienten im Verlauf von 5 Jahren ein- oder mehrfach stationär fasteten. Dabei konnte „mehrheitlich keine längerfristige Linderung der Beschwerden oder gar Schmerzfreiheit erzielt werden.“ Insgesamt kommt man zu dem Fazit, dass ein- bis dreiwöchiges therapeutisches Fasten als Basistherapie selbst bei schwerster Migräne als sehr wirksam und gut verträglich einzustufen ist und dass von der naturheilkundlichen Behandlungsmethode des Fastens ein Großteil der Patienten profitiert. (Leider ist die erwähnte interessante Studie nicht näher dokumentiert – ich habe sie zumindest auch durch googeln entsprechender Schlagwörter und der Autoren nicht gefunden.)
Die Malteser Klinik von Weckbecker verbindet übrigens seit vielen Jahren moderne schulmedizinische Erkenntnisse mit bewährten naturheilkundlichen Therapien. Gerade bei chronischen Erkrankungen hat sich dieses Behandlungskonzept sehr gut bewährt.Schaut man sich die Website der Weckbecker-Klinik an, wird dort die Ernährungstherapie bei Kopfschmerz / Migräne in einem Download näher spezifiziert:
Entscheidend für den Erfolg einer Ernährungstherapie beim chronischen Kopfschmerz ist die individuelle Ernährungsanamnese (Ernährungstagebuch). So können Nahrungsmittelallergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten festgestellt werden. Ziel ist der Aufbau einer allergenfreien und gut verträglichen Nahrungsform. Hierbei können einige Karenztage mit Fasten zu Beginn der Ernährungsumstellung sinnvoll sein. Es wird eine leicht verträgliche, vegetabil orientierte Vollwerternährung bei möglichst naturbelassenen Nahrungsmitteln und schonender Zubereitung angestrebt. Bei der ganzheitlichen Ernährungstherapie in der Malteser Klinik von Weckbecker ist auch die Regulation des Säure-Basen-Haushaltes ein wichtiger Bestandteil. Kopfschmerzen können einerseits mit einer Übersäuerung des Stoffwechsels einher gehen, andererseits können ernährungs- oder stressbedingte Übersäuerungsphasen auch Migräneattacken und chronischen Kopfschmerz auslösen. Ein dritter wesentlicher Faktor ist die mikrobiologische Therapie (mit ausgewählten Bakterien). Der menschliche Organismus ist auf ein intaktes Zusammenwirken mit einer gesunden Darmflora angewiesen. Ist diese gestört, kommt es zur vermehrten Bildung von Entzündungsstoffen, die über den Darm in den Blutkreislauf gelangen und Schmerzen auslösen können. Deshalb werden bei der mikrobiologischen Therapie Bakterien und Bakterienbestandteile verabreicht, um im Rahmen einer ganzheitlichen Ernährungstherapie auch die Darmflora zu normalisieren.



