Was haben hungrige Streuner und schlichte Pragmatiker gemeinsam? Sie lieben Fast Food!
Alle reden von Slow Food – und schlagen sich bei Mc Donalds und Burger King die Bäuche voll. Diesen Schluss legt zumindest eine repräsentative Studie nahe, in deren Rahmen das Kölner Marktforschungsunternehmen Psychonomics 1.200 Bundesbürger ab 14 Jahren befragte. Nach den Ergebnissen des Berichtes unter dem Titel ‚Zwischen Hamburgern und Frankfurtern – eine Typologie von Fastfood-Nutzern’ besuchen immerhin 90 % der Befragten zumindest gelegentlich ein Fast-Food-Restaurant, über 60 % mindestens einmal im Monat und rund ein Viertel der 14- bis 30-Jährigen sogar mindestens einmal die Woche.
Der Hauptgrund für die Liebe zum Fast Food – man höre und staune – ist der offensichtlich hervorragende Geschmack: Den meisten Befragten schmeckt Fast Food ganz einfach ausgesprochen gut (70 %; Jüngere: 82 %). Zwei von drei Deutschen sind zudem überzeugt, dass die Qualität des schnellen Essens nicht schlechter ist als in der Gastronomie insgesamt. Des weiteren geben praktische Gründe wie Schnelligkeit (86 %) und Kalkulierbarkeit ("man weiß, was man bekommt"; 70 %) den Ausschlag für den Besuch im Schnellrestaurant. Vornehmlich wegen ihrer Kinder besucht etwa ein Viertel der Bundesbürger FastFood-Restaurants. Wenn das kein Paradebeispiel gelebter Ernährungserziehung ist! Ach: Jeden vierten Konsumenten plagt nach dem Fast-Food-Genuss übrigens häufig ein schlechtes Gewissen - insbesondere viele der 14- bis 30-Jährigen (42 %), die am meisten Fast-Food konsumieren. Das scheint die Betroffenen nun glücklicherweise nicht wirklich nachhaltig zu belasten – gegen den Appetit auf den nächsten Burger kommt das schlechte Gewissen offensichtlich nicht wirklich an.
Die beliebtesten Restaurants sind derzeit McDonald’s (66 % sind Nutzer) und Burger King (43 %), aber auch individuelle Imbisse (42 %) sowie Nordsee (36 %), die Ikea-Gastronomie (26 %), Subway (19 %) und Pizza Hut (13 %). Das durchschnittliche monatliche Ausgabevolumen in Fast-Food-Restaurants liegt bei 22 EUR (inkl. Familie).Â
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Mit Hilfe der Studie habe ich endlich auch meine wahre kulinarische Identität entdeckt. Die Studie unterscheidet sechs unterschiedliche Typen von Fast Food Konsumenten. Demnach gehöre ich zweifellos zu den „hungrigen Streunern“. Ich – einer der Werwölfe des Fast Food, den ab und an in Vollmondnächten der Heißhunger auf Junk Food packt, und der dann loszieht und den nächsten Burger würgt. Gggrrrr! Der Vollständigkeit halber hier alle sechs Fast Food Typen im Überblick:
·                            "Hemmungslose Fans" (12 %) essen Fast Food für ihr Leben gern und konsumieren dieses häufig und unbekümmert, am liebsten in großen Fast Food-Ketten.
·                            "Traditionelle Gewohnheitsnutzer" (17 %) sind dem Thema bereits seit Kindertagen treu und gehen heute aufgrund der ungezwungenen Atmosphäre gerne mit ihren eigenen Kindern in Fast-Food-Restaurants.
·                            Auch "Kontrollierte Genießer" (24 %) greifen gerne zu Fast Food, tun dies aber bewusst und kontrolliert. Sie versuchen, sich auch im Fast-Food-Restaurant möglichst gesund zu ernähren, und stehen zu ihrer Vorliebe.
·                            "Hungrige Streuner" (18 %) greifen spontan zu, wenn sie gerade Hunger verspüren und ihnen ein Besuch im Fast-Food-Restaurant als schnellste Möglichkeit erscheint, diesen zu stillen.
·                            "Schlichte Pragmatiker" (18 %) mögen es beim Essen grundsätzlich einfach und schnell. Sie schätzen daher die verlässlichen Standards großer Fast-Food-Ketten, die sie vor unliebsamen Überraschungen schützen.
·                            "Gutmütige Versorger" (12 %) besuchen Fast-Food-Restaurants hauptsächlich wegen ihrer Kinder, obwohl ihnen das Essen selbst nicht schmeckt und sie Schnellrestaurants nicht wirklich mögen.
Die komplette rund 140-seitige Studie ist über psychonomics bestellbar. www.psychonomics.de/fastfood-studie