Aktuelle Einträge
Tim Raue: Großer Koch mit kleinen Sünden
Jugendliche & Alkohol: Verbote bringen gar nichts
Im Sommerloch: Ungeheuerliche Verdauungsstörung
Eis bricht alle Rekorde II oder: Gedanken beim Eiskaffee
Eis bricht alle Rekorde
Schnell noch ein Eis
Grillen und gegrillt werden
Mehr Zeit für die Gesundheit?
Glücklich und gesund – mit Schlauchmagen und Magenballon
Kategorien
- "Feinkost"
- Öko, Bio & Co.
- Dick & dünn
- Ernährungsberatung
- Ernährungserziehung
- Ernährungsindustrie
- Ernährungspolitik
- Ernährungswissenschaft
- Besser essen - gesünder leben
- Fast Food - Slow Food
- Fit durch Fasten
- Food & Fußball
- Food & Fun
- Genuss
- Haushalt & Konsum
- Lesefutter
- Reisen und Speisen
- Rezepte & Tipps
- Wasser&Wein
- Welternährung
Kalender
|
|
September '10 |
|
||||
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | ||
| 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
| 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 |
| 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 |
| 27 | 28 | 29 | 30 | |||
Über diesen Weblog
Sonntag, 10. Februar 2008
Übergewicht: Dick durch Medikamente
Auch bestimmte Medikamente können eine Gewichtszunahme bewirken, wie die aktuelle Ausgabe der Deutschen Gesundheits-Korrespondenz (dgk) berichtet: Bestimmte Arzneimittel greifen in das komplizierte Wechselspiel der Regulation von Hunger und Sättigung ein und verstärken dabei ungewollt Hungergefühle oder reduzieren den Energieumsatz. Das kann zu einer Gewichtszunahme führen, obwohl man gar nicht mehr isst. Hier ein Überblick über Medikamente, die „gewichtige” Nebenwirkungen haben können.
· Insulin und Anti-Diabetika
Wenn der Blutzuckerspiegel sinkt, kann das Gewicht steigen: bei deutlicher Stoffwechselverbesserung sogar bis zu fünf oder zehn Kilo. Denn Insulin und viele Diabetes-Tabletten sorgen dafür, dass der Zucker wieder besser in die Zellen aufgenommen wird. Alternative: Der Diabetes-Wirkstoff Metformin beeinflusst das Gewicht kaum, senkt den Appetit und kann mit einem Verzögerungsinsulin zur Nacht kombiniert werden.
· Betablocker
Die Präparate gegen Bluthochdruck vermindern den Energiestoffwechsel, das heißt, sie drosseln die Fettverbrennung und machen leichter müde. Durch die verminderte Aktivität können einige Kilos auf den Hüften ansetzen. Ein Wechsel zu ACE-Hemmern oder Diuretika kann helfen.
· Psychopharmaka (Neuroleptika, Antidepressiva)
Bei den traditionellen Neuroleptika kommt die Gewichtszunahme in der Regel nach einem halben bis ganzen Jahr zum Stillstand. Bei den neueren (sogenannten atypischen) Neuroleptika hört die Gewichtszunahme schon nach ein bis zwei Wochen Einnahme auf und ist außerdem dosisabhängig. Bei den Antidepressiva steigern vor allem trizyklische Antidepressiva den Appetit. Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) wirken unterschiedlich, können jedoch über eine längeren Einnahme-Zeitraum den Appetit anregen. Bei der Langzeittherapie mit Lithium zählt die Gewichtszunahme zu den häufigsten Nebenwirkungen.
· Kortisonhaltige Medikamente
Kortison wirkt sehr appetitanregend und verlangsamt gleichzeitig den Stoffwechsel. Fettpölsterchen siedeln sich bevorzugt in der Hals-Nackenregion und im Gesicht an. Ein Teil der Gewichtszunahme kommt auch durch vermehrte Wassereinlagerung im Gewebe zustande (außerlich angewandt, verschont es die Figur: Bei Asthma oder bestimmten Hauterkrankungen kann man oft auf Sprays oder Cremes ausweichen, die nur örtlich wirken)
· Migränemittel
Auch bei einigen Migränemedikamenten kann es zu einer Gewichtszunahme kommen. Der Wirkstoff Pizotifen hat zum Beispiel eine appetitanregende Wirkung und wird auch in Drageeform als Appetitstimulans eingesetzt. Die Migräne-Arzneistoffe Flunarizin und Cinnarizin beeinflussen als Calcium-Antagonisten die Freisetzung calciumabhängiger Botenstoffe und wirken sich ebenfalls auf das Gewicht aus.
· Hormone
Östrogene und Progesteron führen nur in höheren Dosen zu einer Gewichtszunahme.
Östrogenhaltige Pillen können eine verstärkte Wassereinlagerung im Gewebe und damit eine leichte Gewichtszunahme bewirken. Bei Pillen, die Gestagen enthalten, ist das zwar nicht der Fall, dafür können sie den Appetit steigern. Doch bei den heutigen niedrig dosierten oralen Verhütungsmitteln und auch bei Hormonersatzmitteln treten diese Nebenwirkungen kaum noch auf.
Wohl bekomms meint: Vorsicht: Keinesfalls sollten Sie ein Arzneimittel wegen Gewichtsproblemen ohne Besprechung mit Ihrem Arztes einfach absetzen, denn das kann gefährliche Folgen haben. Manchmal hilft übrigens schon ein Wechsel des Präparates oder eine Veränderung der Dosis. Andernfalls können Sie durch eine bewusste Ernährung gegensteuern.
Das dgk beruft sich übrigens als Quelle auf die Februar-Ausgabe des „Ratgeber aus Ihrer Apotheke“, der ab 15. Februar in Apotheken erhältlich ist.Im Sommerloch: Ungeheuerliche Verdauungsstörung
Dicke Kinder: Essen will gelernt sein
Wo Karl Lauterbach recht hat, aber die falschen Schlüsse zieht
Oberlehrer Kraus: Tritt ins Fettnäpfchen
Unaufhaltsam schwappt das Dicke über unser Land
Rund um die Dicken – alles fette Lügen?
Es lebe der Reithosenspeck
Droht ein neuer Weinskandal: Wie gefährlich ist Natamycin?
Kurzer Prozess mit den Dicken
Je üppiger das Frühstück, desto größer das Ego



