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Freitag, 11. Dezember 2009
Droht ein neuer Weinskandal: Wie gefährlich ist Natamycin?
Im Wein ist Wahrheit - und manchmal ein bisschen Natamycin
Haben wir einen neuen Weinskandal? „Unappetitlicher Fund in deutschen Supermärkten“ heißt es auf Spiegel online: Staatliche Prüfer haben in  Rotweinen aus Argentinien und Südafrika das Antibiotikum Natamycin nachgewiesen. In Deutschland ist die Verwendung des Zusatzstoffes Natamycin (E 235) in Wein zwar verboten – interessanterweise aber bei einigen anderen Lebensmitteln erlaubt. Nachlesen kann man das etwa in einer Stellungnahme, die das Bundesinstutes für Risikobewertung (BfR) in Berlin zu der Substanz herausgegeben hat: „Natamycin ist eine antibiotisch wirkende Substanz, die in der Lebensmittelherstellung als Zusatzstoff zur Behandlung der Oberfläche von bestimmten Käsesorten und von getrockneten und gepökelten Würsten zugelassen ist und auch eingesetzt wird. Zugleich ist Natamycin auch ein Wirkstoff in bestimmten Humanarzneimitteln.“ In der Weinszene kommt deshalb Argwohn auf, mit den Natamycin-Funden solle Panikmache betrieben werden: Schon vermuten renommierte Weinjournalisten und Blogger eine von Hintermännern aus dem deutschen Weinbau lancierte Rufmordkampagne gegen Konkurrenzprodukte aus Übersee.
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