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Freitag, 9. Januar 2009
Diät erhöht Infektionsrisiko – Übergewicht auch!
Kürzlich berichtet Focus online: „Eine kalorienreduzierte Ernährung erschwert es dem Körper, sich gegen eine Infektion zu wehren. Zumindest Mäusen geht das so, haben US-Forscher entdeckt. Ihre Studie lässt darauf schließen, dass man eine Erkältung nicht aushungern sollte, wie es Hausrezepte raten, sondern dass eine gehaltvolle Ernährung den Körper im Infektionsfall stärkt." Und dann wird über viele Zeilen hinweg gewarnt vor den schlimmen Auswirkungen einer Diät auf Grippe und Erkältung
Allerdings: Beim Focus, weiss die Rechte manchmal nicht, was die Linke schon mal geschrieben hat, wird doch in einem früheren Focus-Beitrag der Karlsruher Ernährungswissenschaftler Watzl zitiert: „Eine Unter- wie Überernährung schwächt das Immunsystem.“ Übergewichtige leiden häufiger an Infekten als Idealmaßtypen, und wenn sie eine Diät machen, zeigen sich schnell Veränderungen an den Immunzellen.“
Wohl bekomms meint: An Großmutters Hausrezept, während einer Erkältung zu fasten ab ins Bett und schwitzen statt essen, ist doch was dran. Während der Grippe / Erkältung viel zu essen, belastet den Stoffwechsel und behindert dadurch die
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Donnerstag, 7. Februar 2008
Vitamin C gegen Erkältung? Vergessen Sie’s!
Das Wetter ist eklig. So wie es sich für Aschermittwoch gehört. Da ereilt mich eine Leseranfrage (selbige beantworte ich ab und zu für eine Zeitschrift), die wunderbar zum Erkältungswetter passt:
Bislang habe ich immer darauf gebaut, dass sich durch die zusätzliche Einnahme von Vitamin C gerade in der nasskalten Jahreszeit Erkältungen vorbeugen kann. Doch jetzt ist mir zu Ohren gekommen, dass dies nicht zutrifft. Stimmt dies? Gibt es hierzu neue Forschungserkenntnisse?
Vergessen Sie’s! Bereits im Jahr 2005 konnten die Mediziner Robert Douglas und Harri Hemilä in einer Metaanalyse der renommierten Cochrane Library zeigen, dass Vitamin C nicht vor Erkältungen schützt. Dabei wurden 55 wissenschaftliche Studien der vergangenen Jahre aus aller Welt zum Thema „Vitamin C und Erkältung“ ausgewertet. So ließ sich in den 23 Studien, in denen der vorbeugende Effekt des Vitamins im Vergleich mit einem wirkstofffreien Placebo untersucht worden war, kein geringeres Erkältungsrisiko nach Vitamineinnahme nachweisen.  Lediglich bei Extremsportlern wie Skifahrern und Marathonläufern zeigte das Vitamin einen leichten vorbeugenden Effekt. Regelmäßige Vitamin-C-Dosen reduzierten allenfalls die Dauer einer Erkältungskrankheit. Der verkürzende Effekt war jedoch mit 8 Prozent bei Erwachsenen und 14 Prozent bei Kindern eher gering.
Wohl bekomms meint: Statt der Vitaminpillen viel Obst und Gemüse nach der Regel „5 am Tag“. Der Mix aus natürlichen Abwehrstoffen bringt das Immunsystem in jedem Fall besser auf Trab als ein isoliert zugeführtes Vitamin. Übrigens: Schon vor einiger Zeit hat sich mein Bloggerkollege Dr. Markus Lauss / enutrio etwas ausführlicher mit dem Thema beschäftigt. Wer mag, kann das Thema hier vertiefen.
Vitamin C gegen Erkältung? Mit Zitronen gehandelt!
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 Freitag, 16. November 2007
Holundersaft: schwarz, stark, schweißtreibend
Der Liebe  der Deutschen zu Naturheilmitteln entgeht kaum ein Kraut – und schon gar nicht, wenn es um die Bekämpfung von Erkältungen geht: Da muss vom Thymian über Efeu und Spitzwegerich bis zum Umckaloabo-Extrakt aus einer afrikanischen Geranienwurzel alles herhalten, was auch nur den Hauch einer Linderung verspricht. Am Holunder ist die Liebe der Deutschen zur Pflanzenmedizin bisher weitgehend vorbeigegangen, und das, obwohl der schwarze Saft von Sambuccus Nigra eine wahre Wirkstoffbombe ist:
Früher war der Holunderstrauch die Hausapotheke der Bauern und armen Leute. Holundertees, Holunderextrakt und Holundersaft wirken aber auch bei reichen Leuten stärkend auf das Immunsystems und schützen vor Erkältungskrankheiten.  Schweißtreibend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und immunstimulierend so werden die Hauptwirkungen des Holunder beschrieben.
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Dienstag, 21. August 2007
Vorsicht: Schnupfen macht dick!
Erkältungsvirus als Auslöser für Übergewicht
Dünne, hütet Euch vor Schnupfen – denn nach der Erkältung könnte es vorbei sein mit Eurer schönen schlanken Figur. Gestern erst lehrte uns Herr Dr. Klentze, dass in Zukunft die Polymorphismusdiagnostik alles richten wird, weil sich die Veranlagung zum Übergewicht schon früh an den Genen ablesen lässt. Schon heute dreht es sich weiter, das Karusell der fröhlichen Ernährungs-Wissenschaft. Nach einer Meldung auf wissenschaft.de haben amerikanische Wissenschaftler wieder einmal einen neuen Übeltäter für das Leid der Dicken ausgemacht: Den Schnupfen. Nun ja – natürlich nicht der Schnupfen selbst, sondern ein böses Virus, das dahinter steckt. Im Labor veranlasste ein unscheinbares Schnupfenvirus aus der Familie der Adenoviren mit dem Namen AD-36 Stammzellen aus menschlichem Fettgewebe dazu, sich in ungewöhnlich große Fettzellen zu verwandeln.Â
Damit bestätigen sich die Ergebnisse früherer Studien, in denen Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem Erreger und Übergewicht gefunden wurden. Infektionen mit AD-36 sind bei übergewichtigen Menschen fast dreimal so häufig wie bei schlanken. Im Tierversuch entwickelten Hühner, Mäuse und Affen Fettleibigkeit, nachdem sie mit dem Virus infiziert wurden.
 Auf wissenschaft.de heißt es: In der neuen Studie infizierten die Wissenschaftler nun Stammzellen aus menschlichem Fettgewebe – gewonnen bei Fettabsaugungen – mit AD-36 und beobachteten, ob sie sich anders entwickelten als unbehandelte Zellen. Das Ergebnis: Während sich die unbehandelten Stammzellen nicht veränderten, verwandelten sich die infizierten Zellen in die Vorläufer von Fettzellen und lagerten zudem noch überdurchschnittlich schnell Fette ein.
Während bisher unklar war, wie die Viren die Bildung des überschüssigen Fettgewebes auslösen, sind die Forscher nun einem Virus-Gen auf der Spur, dass als Übeltäter verdächtigt wird. Schon phantasieren die Forscher von einem Impfstoff, der auf Basis dieses Gens entwickelt werden soll. Wem der dann hilft, bleibt abzuwarten. Denn augenscheinlich nimmt nicht jeder Infizierte zu, sonst müsste die Welt schon ganz voll von Dicken sein.
Wohl bekomms meint: Dem Himmel sei’s gedankt, dass ich trotz zahlloser Erkältungen noch normalgewichtig bin. Nicht auszudenken, wenn mich dieses berufsschädigende Virus befallen hätte. Ich wäre dann vermutlich nicht Ernährungswissenschaftler, sondern Koch geworden und hätte auch viel Spaß gehabt.
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Dienstag, 9. Januar 2007
Actimel statt Bronchialtee?
Probiotika könnten vor Erkältung schützen
Heute schon Actimel oder ein anderes Probitotikum geschluckt. Das Zeug ist teuer, aber soll ja gesund sein und schmeckt obendrein noch ganz gut. Apropos „Gesundheit“: Gerade bei diesem nasskalten Erkältungwetter könnte die tägliche Probiotika-Ampulle besonders vorteilhaft sein. Die Zeitschrift „Ernährung im Fokus“, herausgegeben vom AID, berichtet in ihrer jüngsten Ausgabe:
„ Arbeitnehmer, die täglich probiotische Milchsäurebakterien einnehmen, verringern dadurch die Häufigkeit ihrer Krankmeldungen. Das ergab eine Studie mit Angestellten einer schwedischen Fabrik, die 80 Tage lang ein Getränk mit oder ohne einem Zusatz von Lactobacillus reuteri eingenommen hatten. Um 55 Prozent senkten die Bakterien die Wahrscheinlichkeit von Erkältungs- und Magen-Darm-Krankheiten, die Hauptursachen kurzzeitiger Arbeitsausfälle. Während sich aus der Plazebogruppe im Untersuchungszeitraum 26 Prozent der Beschäftigten krank meldeten, waren es von den probiotisch Behandelten nur elf Prozent, berichten die Wissenschaftler im Fachblatt „Environmental Health“…. Lactobacillus reuteri ist ein natürlicher Bestandteil der menschlichen Darmflora. Das Bakterium bildet die antimikrobielle Substanz Reuterin und besitzt verschiedene gesundheitsfördernde Eigenschaften. Bei Kindern wurden die Milchsäurebakterien bereits erfolgreich gegen Durchfallerkrankungen eingesetzt."
Quellen: AID, www.infoline-probiotik.de/020/



